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Imabis Immobilienmakler-Studie

So war die Stimmung in der Immobilienbranche 2016

Eine Studie der Imabis GmbH hat ergeben, dass die Immobilienbranche in Österreich mit der aktuellen Situation unzufrieden ist und sie sich mehr Unterstützung durch Politik und Verbände wünscht. Das liegt unter anderem daran, dass eine Schwächung der Branche durch digitale Marktteilnehmer befürchtet wird.

Wie steht das Stimmungsbarometer bei den Maklern?

Über 50 Prozent der 500 befragten Makler bewerteten den Einfluss der Politik auf die Branche als negativ. Bei Maklerunternehmen mit geringer Stabilität, die etwas mehr als 20 Prozent der Branche ausmachen, zeigen sich sogar mehr als 60 Prozent skeptisch. Am häufigsten werden folgende Aspekte bemängelt:

  • Unverständnis für die Arbeitsweise und Mechanismen der Branche
  • kunden- und nicht branchenorientierte Entscheidungen

Für die Zukunft wird erwartet, dass der negative Einfluss der Politik weiter zunehmen wird. So wird langfristig zum Beispiel die Einführung des Bestellerprinzips befürchtet.

Welche Kritikpunkte und Probleme gibt es innerhalb der Maklerbranche?

Auch innerhalb der Branche gibt es Unstimmigkeiten, die Stimmung wird als angespannt bezeichnet. Ein Grund dafür sind unprofessionelle Makler, die den Ruf schädigen und nach Einschätzung vieler Makler von Jahr zu Jahr mehr werden.

Der Großteil der Befragten sieht in der Akquise und Suche von Objekten eine zunehmende Herausforderung. Mehr als die Hälfte der weniger stabilen Unternehmen habe große Schwierigkeiten damit. Für die Zukunft erwarten sie eine weitere Verschlechterung der Situation.

Welche Forderungen stellt die Branche?

Um den aktuellen Problemen entgegenzuwirken, will die Immobilienbranche weniger auf die Politik und dafür mehr auf brancheninterne Organisationen, wie etwa den Fachverband der Immobilientreuhänder, setzen.

Jeder dritte Befragte bewertet den Einfluss der Verbände auf die Politik aktuell als zu gering. Die Makler wünschen sich eine stärkere Anteilnahme und Vertretung der Brancheninteressen. Vor allem stabile Maklerfirmen sehen in einer Stärkung der internen Organisation die Zukunft der Branche.

Welche Veränderungen werden in der Branche erwartet?

Die zunehmende Digitalisierung hat einen starken Einfluss auf die Immobilienbranche. Es werden neue Anforderungen an den Beruf des Maklers und dessen Fähigkeiten gestellt. Gleichzeitig wird befürchtet, dass durch die digitalen Leistungen der klassische Makler langfristig ersetzt wird. Insbesondere kleine Maklerfirmen stehen der Digitalisierung skeptisch gegenüber, stabile Marktteilnehmer bewerten den Prozess positiver und sehen digitale Wege als sinnvolle Ergänzung.

Alle Teilnehmer erwarten einstimmig eine stark steigende Bedeutung der Digitalisierung.