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Musterhaus - Traumhaus aus dem Katalog

Die Alternative zum Massivhaus

Was noch vor wenigen Jahren in Österreich ein eher seltenes Bild war, gibt es heute immer häufiger zu sehen: Musterhäuser. Sie sind eine beliebte Alternative zu individuellen Massivbauten geworden, da die Auswahl relativ unkompliziert ist.

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Welche Vorteile haben Musterhäuser

Ein großer Vorteil von einem Musterhaus ist, dass der zukünftige Eigentümer schon vor dem Bau einen konkreten Eindruck davon bekommen kann, indem er z.B. in einem der vielen Musterhausparks in Österreich ein Modell von seinem zukünftigen Haus besichtigt. Dadurch wird die Planung der Innenausstattung wesentlich leichter und die Gefahr, zu klein oder zu groß geplant zu haben, wird geringer.

Ein weiterer Grund, weshalb sich immer mehr Österreicher für ein Fertighaus entscheiden, ist die relativ kurze Bauzeit. Viele der Bauteile werden unabhängig vom Wetter im Werk angefertigt und müssen vor Ort nur mehr aufgestellt und montiert werden. Das Aushärten von Mauerwerk fällt damit weg, außerdem sind die Personalkosten deutlich geringer.

Sehr angenehm bei einem Musterhaus ist auch, dass alle Arbeiten aus einer Hand erfolgen. Damit hat der Häuslbauer nur einen einzigen Ansprechpartner und muss sich nicht mehr großartig um die Koordination kümmern. Die Kosten und die Bauzeit sind besser kalkulierbar als bei einem Massivhaus.

Welche Nachteile hat ein Fertighaus?

Ein Fertigteilhaus ist nur dann eine sehr günstige Alternative zum Massivhaus, wenn nicht zu viele Sonderwünsche bei der Umsetzung berücksichtigt werden. Zwar sind mittlerweile Individualisierungen möglich, sie haben aber ihren Preis. Kellerausbauten sind z.B. nur in seltenen Fällen in den Baukosten inklusive.

Außerdem haben Musterhäuser eine geringere Lebensdauer und einen geringeren Anlagewert als Massivhäuser. Sie verlieren mit den Jahren sogar an Wert und können im Vergleich nur zu einem geringeren Preis weiterverkauft werden, da sie für Instandhaltungsarbeiten anfälliger sind. Der Wiederverkaufswert liegt um bis zu 40 % unter dem eines Massivhauses.

Aufgrund der Bauweise ist bei einem Musterhaus der Schallschutz geringer, die Außenwände sind nämlich dünner als bei einem Massivhaus. Durch die Holzkonstruktion ist das Haus weniger feuerbeständig.

Eine sinnvolle Alternative ist deshalb ein massives Fertigteilhaus, das die Vorteile beider Immobilienarten miteinander vereint.

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Wie hoch sind die Preise für ein Musterhaus?

Die Preise für ein kleines Haus für zwei bis drei Personen starten bei ca. 150.000 €, im Schnitt muss für ca. 150 m² mit 280.000 € gerechnet werden, nach oben hin gibt es aber keine Grenzen. Zu diesen Kosten kommen jedoch noch die Ausgaben für die Anschlüsse und das Grundstück hinzu. Je nach Lage können diese erheblich sein. Vor allem im Westen Österreichs müssen für 200 m² Grund noch ca. 300.000 € dazugerechnet werden, der Osten ist mit ca. 180.000 € deutlich günstiger.

Was muss bei den Kosten außerdem beachtet werden?

Bei den Kosten für ein Musterhaus, wie es im Katalog oder im Musterhauspark angeboten wird, sind einige Ausgaben noch nicht inklusive, wie z.B. das Grundstück, die Erschließung des Grundstücks, das Herrichten der Außenanlagen, das Asphaltieren der Auffahrt usw. Außerdem muss darauf geachtet werden, ob das Haus schlüsselfertig oder bezugsfertig ist. Wer nicht selbst handwerklich begabt ist, für den empfiehlt sich die bezugsfertige Variante, bei der der Innenausbau inklusive ist und alle Arbeiten aus einer Hand stammen. Aus finanzieller Sicht sind diese Angebote die besten.

Welches Musterhaus eignet sich am besten?

Wer sich für ein Musterhaus entscheidet, sollte nicht nur anhand des Katalogs entscheiden, sondern sich die Musterhäuser in einem der vielen Musterhausparks in Österreich ansehen. Viele Häuser kommen als Paket in Kombination mit alternativen Heizmöglichkeiten und eigenen Wärmegewinnungsanlagen. Sie werden in Niedrigenergiebauweise geplant. Was das genau bedeutet und wie es genau funktioniert, wird besser verständlich, wenn die Funktionsweise anhand eines praktischen Beispiels erklärt wird. Trotz der bereits sehr guten Auswahl an Modellen sollte nie auf eine genaue, individuelle Beratung und Planung verzichtet werden, da sich dabei wichtige Fragen ergeben können. Ein Musterhaus bedeutet nicht, dass die Vorlage 1:1 für das eigene Bauprojekt übernommen werden muss, sondern es kann trotzdem zu einem individuellen Wohntraum werden.

Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küchen – Das Haus als Komplettpaket

Zur besseren Veranschaulichung sind viele Häuser in Musterhausparks wohnlich eingerichtet. Manch ein Hersteller bietet sogar gleich auch die Einrichtung mit an. Wenn das Haus fertig ist, kann der Häuslbauer direkt einziehen. Das spart Zeit, und durch das Komplettpaket meistens auch Geld. Was in diesem Komplettpaket aber tatsächlich enthalten ist, muss im Vertrag genauestens vereinbart werden, mit exakter Anzahl der Möbel inklusive Infos über die Größe, das Material, den Liefertermin usw.

So wird mit dem Fertighaus Geld gespart

Musterhäuser sind nicht nur im Aufbau günstiger, sondern sie können auch im Betrieb weniger kosten als ein Massivhaus. Das ist dann der Fall, wenn z.B. ein Passivhaus oder ein Niedrigenergiehaus gebaut wird. Die gute Energieeffizienz ist beim Fertighaus ohnehin Standard. Wer einen Musterhauspark besuchen möchte, sollte vorab eine Terminvereinbarung vornehmen, damit gemeinsam mit dem Anbieter das in Bezug auf die Energiegewinnung beste Haus gefunden werden kann. Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn der Kunde Fotos vom zu bebauenden Grundstück mitnimmt und genauere Infos zur Bodenbeschaffung, zur Sonneneinstrahlung usw. geben kann. Ohne Vor-Ort-Besichtigung des zukünftigen Standorts sollte freilich kein Haus geplant werden.

Worauf bei einem Musterhaus aus dem Abverkauf geachtet werden muss

Wie bei der Mode gibt es auch bei Musterhäusern Trends. Nach einer Phase, in der viel Holz verbaut wurde, sind jetzt wieder eher nüchterne, klare Linien sehr gefragt. Wem der „alte“ Stil immer noch gefällt, der kann sich ein Schnäppchen mit einem Auslaufmodell oder einem Ausstellungsstück sichern. Gerade bei den Ansichtsexemplaren aus der Häusergalerie muss das Haus aber genau wie beim Kauf eines Altbaus auf Herz und Nieren geprüft werden. Denn auch wenn keiner darin wohnt, kann es Abnutzungserscheinungen geben, insbesondere in Bezug auf die Fassade. Mehr als 80 Prozent vom Neupreis sollten nicht bezahlt werden, je nach Baujahr sogar noch weniger.

Der Überraschungseffekt beim Bungalow als Musterhaus

Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, sollte die Chance nutzen, und auch andere Bauformen besichtigen. Viele Interessenten sind z.B. von dem angenehmen Penthouse-Feeling in einem Bungalow überrascht oder können sich plötzlich für moderne Bauwiesen mit viel Glas und Metall anfreunden.

Besonders als Ferienhaus sind kleine Häuschen sehr gefragt, und die Preise sind oftmals sogar niedriger, als wenn ein bestehendes Ferienhaus gekauft wird. Einstöckige Bungalows vermitteln das Gefühl einer großzügigen Ferienwohnung und es gibt sie schon ab 80.000 Euro.