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Erdwärmeheizung

Nachhaltig heizen und Kosten sparen

Auf der Suche nach alternativen Heizmethoden erfreut sich Erdwärme in Österreich einer zunehmenden Beliebtheit. Das Versorgungsnetz ist bereits sehr gut ausgebaut, auch die Auswahl an Anbietern ist sehr attraktiv. Erdwärmeheizungen sind die Zukunft auf dem Energiesektor.

Funktion einer Erdwärmeheizung

Bei dieser nachhaltigen Heizung handelt es sich genau genommen um eine Erdwärmepumpenheizung. Wie der Name schon sagt, wird die Erdwärme, die auf natürliche Weise im Inneren der Erde entsteht, über das Erdreich an die Oberfläche gepumpt und an Gebäude abgegeben. Die Wärme wird in Flächenkollektoren oder in einer Erdwärmesonde gespeichert. Auch Grundwasser oder Luft kann die Wärmequelle für eine Wärmepumpe sein. Das Funktionsprinzip erinnert an einen Kühlschrank. Das Kältemittel wird durch einen Wärmeträger ersetzt und statt zu kühlen wird geheizt.

Für den Betrieb der Heizung werden keine fossilen Brennstoffe benötigt und es wird kein Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Die Immobilie wird mit grüner Energie beliefert und der Eigentümer kann bis zu 70 % der Energiekosten einsparen, da er sie kostenlos aus der Erde bezieht.

Wann funktioniert die Wärmepumpe am besten?

Am effektivsten funktionieren Erdwärmeheizungen, wenn die Temperaturdifferenz zwischen dem Wärmeträger und dem Wasser, das bereits im Heizkreislauf zirkuliert, möglichst gering ist. Je stärker sich das Temperaturniveau zwischen der Trägertemperatur und der Vorlauftemperatur unterscheidet, umso weniger effizient arbeitet die Heizung, da die Warmwasseraufbereitung mehr Energie benötigt. Auch die Temperatur der Außenluft spielt dabei eine Rolle. Trotzdem ist die Wärmepumpenheizung  aber noch deutlich leistungsstärker als ältere Heizmethoden.

Vor allem in Kombination mit Photovoltaik, wie sie häufig in einem Energiesparhaus zu finden ist, ist die Arbeitszahl überzeugend. Auch eine optimale Wohnraumlüftung bei sehr gut gedämmten Wänden kann die Heizkosten bzw. den Energieverbrauch deutlich senken.

Wie hoch sind die Kosten für solch ein Heizsystem?

Die Kosten für eine Erdwärmeheizung liegen im Schnitt in Österreich bei ca. 10.500 € inklusive MwSt. für einen Vier-Personen-Haushalt. Damit ist sie günstiger als Grundwasser Wärmepumpen und nur geringfügig teurer als eine Luftwärmepumpe. Damit sind die Kosten kaum höher als die für ein klassisches Heizsystem, wie z.B. Gas oder Strom.

Allerdings müssen bei der Gesamtkostenrechnung noch mögliche weitere notwendige Investitionen, wie z.B. die Installation, Bohrungen, Lüftungen usw., berücksichtigt werden, doch diese Kosten kommen auch bei altbekannten Heizsystemen auf den Eigentümer zu. Die beliebtesten Hersteller für Wärmepumpen in Österreich sind Waterkotte, Heliotherm, Weider, IDM, dimplex uvm. Interessenten erhalten das beste Angebot, wenn sie sich die Kosten für ein auf ihre Immobilie zugeschnittenes Heizsystem von den jeweiligen Herstelllern erstellen lassen und diese miteinander vergleichen. Häufig wird eine Pauschale angeboten, die die Kosten für die Erdwärmesonden und die Bohrungen einschließt.

Soviel kostet bei einer Erdwärmeheizung die Tiefenbohrung

Zusätzlich zur Anschaffung und den Installationskosten müssen noch Erschließungskosten bei den Investitionskosten eingeplant werden. Um an die Wärme zu gelangen, sind Bohrungen zwischen 50 und 180 Metern notwendig, wobei nur ein geringer Platzbedarf besteht. Die Bohrungen haben einen maximalen Durchmesser von weniger als 20 cm. Die tatsächlichen Investitionskosten hängen von der Größe des Haushalts, der zu erwartenden Jahresarbeitszahl, der Entscheidung zwischen Kollektoren oder Sonden und der Beschaffenheit des Bodens ab. Für ein durchschnittlich großes Einfamilienhaus mit vier Bewohnern sind ca. 13.000 € einzuplanen. Gemessen an den jährlichen Einsparungen von Energiekosten, die langfristig erzielt werden können, amortisieren sich die Kosten für eine Erdwärmepumpe aber schon innerhalb von zehn Jahren.

So können Eigentümer mit einer Erdwärmeheizung den Altbau nachrüsten

Der Wechsel der Heizquelle ist kein Problem, jedoch ist der Aufwand recht groß. Er lohnt sich aber, da die Betriebskosten dauerhaft gesenkt werden und dadurch, dass kein Heizkessel benötigt wird, wird Platz gewonnen. Je nachdem, wie das Haus ausgestattet ist, kann ein Verlegen einer Fußbodenheizung notwendig werden und im schlimmsten Fall muss das alte Heizsystem komplett entsorgt werden.

Welche Förderung gibt es für solche Heizungen in Österreich?

Die Investitionskosten für eine Wärmepumpenheizung werden von den einzelnen Bundesländern großzügig finanziell unterstützt. Im Schnitt liegt die Fördersumme bei bis zu 2.000 €, abhängig von der Größe des Haushaltes, den Gesamtkosten, dem Energieausweis usw. Außerdem gibt es häufig Zusatzförderungen durch die Gemeinden. Auch Banken kommen ihren Kunden mit speziellen Krediten für geothermische Sanierungen entgegen und bieten besonders günstige Zinsen an.

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