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Einzugstermin

Wann kann man in die eigenen vier Wände einziehen?

Wer mitten in einem Hausbau steckt, wartet natürlich meist sehnsüchtig darauf ins neue Heim zu ziehen. Und nicht nur das: Die meisten zukünftigen Eigentümer haben auch ihre Wohnung fristgerecht gekündigt, um nicht doppelt zahlen zu müssen.

Warum der Einzugstermin im Vertrag stehen sollte

Wer sichergehen möchte, dass er zu einem bestimmten Termin in sein Eigenheim ziehen kann, sollte den Einzugstermin im Vertrag fixieren. Ist das Datum dort festgeschrieben, gilt es als verbindlich. Es kann natürlich stets passieren, dass der Bauunternehmer sich auf keinen genauen Termin einlassen möchte. In diesem Fall sollten die Bauherren unbedingt zusammen mit dem Bauträger einen zeitlichen Rahmen festlegen, innerhalb welchem das Haus komplett fertiggestellt wird. Weiters sollte jeder Interessent einen Fachkundigen hinzuziehen, um den Bauvertrag vor Vertragsabschluss zu prüfen – dieser kann feststellen, ob das Datum für den Einzug realistisch ist.

Wie funktioniert eine Vertragsstrafe?

Jeder Interessent sollte in seinem Bauvertrag eine Vertragsstrafe mit dem Bauunternehmen vereinbaren; diese greift im Fall eines verspäteten Einzugstermins. Hierbei muss der Bauträger einen festgelegten Betrag zahlen, falls es durch sein Verschulden zu einer Verzögerung des Einzugs kommt. Bei der Vertragsstrafe legt der Bauherr einen täglich zu zahlenden Prozentsatz fest – hier sollte jedoch in Evidenz gehalten werden, dass die gesamte Summe für die Strafe nicht über 5 % liegt. Andernfalls greift die Klausel nicht. Aber Vorsicht: Eine solche Klausel ist nicht Pflicht, der Bauträger muss sich also nicht auf diese Strafe einlassen. Auch ist wichtig, dass ein Zeitpunkt festgelegt wird, ab wann die Strafe in Kraft tritt.

Was geschieht bei Verzögerungen der Fertigstellung?

In vielen Fällen ist das neue Eigenheim zum festgelegten Datum noch nicht fertig – dennoch müssen die Bauherren aus ihrer Wohnung ausziehen. In diesem Fall haben sie keine andere Möglichkeit als entweder auf der Baustelle zu wohnen oder in ein Hotel zu ziehen. Gerade letzteres kann bei einer Verzögerung von mehreren Wochen überaus teuer werden. In diesem Fall greift die Vertragsstrafe: Mithilfe dieser muss der zukünftige Eigenheimbesitzer nicht selbst für die Ersatzunterkunft aufkommen, sondern lässt diese vom Bauträger zahlen. Allerdings tritt die Klausel nicht in Kraft, wenn die Verzögerungen von Witterungsbedingungen abhing – in diesem Fall nämlich kam es zu keinem Verschulden seitens des Bauunternehmens. Übrigens: Kann die Summe aus der Vertragsstrafe die Kosten für den entstandenen Schaden nicht decken, muss der Bauherr diese beim Bauträger separat melden. Denn letzterer hat die Pflicht, für die gesamten Kosten aufzukommen.

Die Baustelle sollte regelmäßig kontrolliert werden

Wer das Risiko eines verzögerten Einzugstermins reduzieren möchte, sollte regelmäßig Kontrollen auf der Baustelle durchführen – am besten im Beisein eines Sachverständigen. So können sich die Bauherren einen Überblick über den zeitlichen Ablauf verschaffen und ungefähr abschätzen, ob der geplante Termin zum Einziehen wirklich eingehalten werden kann. In diesem Fall hat er die Möglichkeit, rechtzeitig dagegen zu steuern und gegebenenfalls seinen Mietvertrag zu verlängern.

Darüber hinaus bietet eine regelmäßige Kontrolle die Möglichkeit, Mängel frühzeitig zu erkennen und schnellstmöglich nachzubessern. Denn durch jeden kleinen Fehler kann sich das Bauprojekt verlängern.

Zukünftige Bauherren sollten sich schon vor Abschluss des Bauvertrags informieren, welche Infos dringend in dem Dokument vorhanden sein sollten. So können sie sichergehen, dass sie im Schadensfall abgesichert sind und nicht selbst für die Kosten aufkommen müssen. Zudem können sie so deutlich entspannter an das Bauprojekt herangehen!