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Pultdachhaus

Das etwas andere Dach

In der Geschichte der Architektur wurde das Pultdach meist nur für Gebäudeteile verwendet, die zusätzlich angegliedert werden – auch Werkhallen und Garagen verfügen meist über diese Dachform. Zunehmend findet die Bauweise allerdings auch bei Wohngebäuden Anwendung.

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Was wird unter einem Pultdach verstanden?

Bei dieser Hausbedeckung handelt es sich um ein einseitig geneigtes Dach – diese Form lässt sich sowohl bei freistehenden Einfamilienhäusern als auch bei Reihenhäusern finden. Abgeschlossen wird die Dachform ebenso wie andere Dächer. Im oberen Bereich befindet sich der Dachfirst, im unteren Bereich die Dachtraufe. Bei der Immobilie selbst kann es sich um ein Massivhaus, aber ebenso um ein Fertighaus handeln.

Üblicherweise sind Pultdächer relativ flach geneigt. Nach allgemeinen Aussagen sollte die Neigung mindestens 11 - 15 Grad betragen – die maximale Neigung wurde bisher nicht festgelegt. Inwiefern die Hausbedeckung geneigt sein muss, hängt allerdings davon ab, wie das Dach eingedeckt ist. Je nach Eindeckung und Neigung ist außerdem ein wasserdichtes Unterdach nötig, um die Pultdachhäuser vor Regen zu schützen.

So wird das Dach richtig eingedeckt

Besonders die Dacheindeckung muss in Evidenz gehalten werden, wenn die Neigung berechnet werden soll. Hierfür bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an. Werden beispielsweise wasserdichte Trapezbleche verwendet, reicht es schon aus, das Dach bis zu 5 Grad zu neigen. Auch Schiefer und Dachziegel können für die Dacheindeckung verwendet werden – hier sollte nach Angaben vieler Hersteller eine Mindestneigung von 22 Grad bestehen. Nur so können die einzelnen Ziegel sicher verlegt werden; ist die Neigung außerdem flacher, wird meist ein Unterdach benötigt. Übrigens lässt sich das Dach ebenso mit Photovoltaikanlagen bedecken – auch eine schöne Begrünung ist möglich.

Die Errichtung des Pultdachs gestaltet sich in den meisten Fällen relativ kostengünstig und sollte bestenfalls baubegleitet durchgeführt werden – ein Sachverständiger kann den Bau des Pultdachhauses beaufsichtigen und dafür sorgen, dass alle Bestandteile richtig montiert werden.

Wie wird das Pultdachhaus ausgerichtet?

Damit das Pultdach seinen Zweck als Abdeckung erfüllt, sollte es ideal ausgerichtet sein. Sind Solaranlagen auf dem Dach befestigt, sollte es gen Sonne gerichtet sein, also möglichst Richtung Süden. Da die Sonnenstrahlen so direkt auf die Photovoltaikanlage scheinen, kann diese optimal genutzt werden. Ist die Verwendung einer solchen Installation jedoch nicht geplant, wird das Dach in der Regel nach Nordwesten gerichtet. Diese Himmelsrichtung gilt als Wetterseite, Wind und Regen treffen also in den meisten Fällen von dieser Richtung auf das Pultdachhaus.

Ist das Satteldach eine praktische Alternative?

Die Effizienz sowie die Gestaltungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass das Pultdach eine zwar noch wenig verbreitete, aber praktische Hausbedeckung ist. Ein Großteil der Anrainer greift jedoch noch immer auf das herkömmliche Satteldach zurück: Dieses ist zweiseitig geneigt und schützt das Haus vor Regen, Wind und Schnee. Ist es also eine sinnvolle Alternative?

Bei den Dachformen ist die günstige Anschaffung und Installation gemein. Auch erlauben die Bauweisen beider Dächer vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Vorteilhaft am Pultdach ist, dass dieses aufgrund der Konstruktion kaum Wohnraum einsparen muss – ist das Satteldach hingegen zu steil, wird eventuell benötigter Wohnraum verloren. Darüber hinaus kann auf einem Pultdachhaus eine Solaranlage installiert werden. Im Nachteil ist es allerdings bei der Abdichtung und Dämmung: Zum einen gestaltet sich diese etwas kostenintensiver als beim Satteldach, zum anderen kann es im Sommer deutlich wärmer im Pultdachhaus werden. Bei der Entscheidung zwischen diesen beiden Bauweisen sollte also abgewägt werden, welche Eigenschaften für den Einzelnen nützlicher sind.