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Wohnbauförderung in Niederösterreich

Den Wohnbau mit Förderungen finanzieren

Die niederösterreichische Landesregierung hat im vorigen Jahr die Bedingungen für die Wohnbauförderung gelockert. Sie kommen vor allem Häuslbauern und jungen Erstmietern zugute und werden aufgrund der starken Annahme auch heuer weiter fortgesetzt.

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Welche Förderungen für Wohnbau gibt es in Niederösterreich?

Niederösterreich ist in Sachen Wohnbau und leistbares Wohnen im österreichweiten Vergleich an vorderster Front. Das Angebot an Wohnungen, die aus Mitteln der niederösterreichischen Wohnbauförderung finanziert wurden, ist sehr gut. Mieter und Käufer profitieren von relativ günstigen Preisen, die die Bauträger durch die Förderung gewähren können.

Die Höhe der Wohnbauförderung in Niederösterreich berechnen

Die privat am häufigsten in Anspruch genommene Art der Wohnbauförderung ist die Objektförderung aus einem bezuschussten Darlehen, d.h. der Eigentümer erhält ein gefördertes Darlehen für die Dauer von bis zu 31 Jahren. Wer ein Eigenheim errichten oder eine Wohneinheit in einem frei finanzierten Gebäude kaufen möchte, sollte sich an die Förderungsstellen im Bezirk wenden. Für die Berechnung der Höhe des Darlehens gibt es in Niederösterreich ein eigenes Punktesystem. Punkte können gesammelt werden durch die Energiekennzahl, nachhaltiges und barrierefreies Bauen, eine gute Lagequalität, Passivhausbauweise usw. Die errechnete Kennzahl wird mit der Anzahl der Quadratmeter Nutzfläche multipliziert und das Ergebnis ist die Höhe der Förderung. Unabhängig vom Punktesystem ist das Darlehen des Landes bei einer Laufzeit von 27,5 Jahren pro Jahr mit 1 Prozent im Nachhinein verzinst.

Informationen, die ein Rechner zum Ermitteln der Wohnbauförderung benötigt

Bevor ein Rechner zurate gezogen wird muss der Eigentümer ermitteln, ob die Immobilie überhaupt für eine Förderung infrage kommt. Das ist z.B. im Rahmen einer Eigenheimsanierung oder Wohnungssanierung der Fall, bei der ein klimarelevantes Heizsystem oder eine Solar- oder Photovoltaikanlage eingebaut wird. Wichtig ist, dass zumindest die Mindeststandards beim Heizwärmebedarf erfüllt werden. eine Vorabberechnung der Höhe der Förderung kann bei der Planung helfen, der Antragssteller kann sich aber nicht darauf berufen und muss letzten Endes die Berechnung durch die zuständigen niederösterreichischen Ämter abwarten. Wichtige Ansprechpersonen hierfür sind die Förderstellen für Bauen, Wohnbau Eigenheim & Wohnungsbau, Sicheres Wohnen, Eigenheimsanierung, Wohnbeihilfe usw., die alle im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zu finden sind.

Wer kann eine Förderung für Wohnbau einreichen?

Jeder österreichische Staatsbürger oder EU-Bürger kann eine private Wohnbauförderung beantragen, wenn ein dringender Wohnbedarf besteht und gewisse Einkommensgrenzen eingehalten werden. Besitzt der Bewerber bereits Immobilieneigentum, kann keine weitere Eigenheimförderung beantragt werden. Außerdem gilt der Wohnzuschuss nur für Eigenheime, die als Hauptwohnsitz genutzt werden.

Unter Wohnbau bzw. Wohnungsbau wird die Errichtung eines Wohnhauses, in dem mehrere Familien bzw. Parteien wohnen können, verstanden. Die Förderung kann deshalb auch von einer juristischen Person, z.B. einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Bauvereinigung, oder einer natürlichen Person beantragt werden, sofern diese mindestens zwei Wohnungen in dem Wohnbau ihr Eigen nennen kann.

Welche Voraussetzungen müssen für den Wohnbau erfüllt werden?

Ein Energieausweis mit positiver Energiekennzahl ist immer eine Voraussetzung, ebenso wie der Einsatz von nachhaltigen Energie-Systemen. Erneuerbare Energien, energiesparsame Heizsysteme und vor allem Wärmepumpen und Fernwärme werden besonders stark gefördert.

Wer eine Förderung für Wohnungsbau in Anspruch nehmen möchte, muss diese unbedingt vor Baubeginn einreichen und bis zur Genehmigung warten. Vor dem Bau und danach wird ein Energieausweis verlangt, um die Förderungswürdigkeit bzw. die Verbesserung zu belegen. Wird der Wohnbau vom Bundesland Niederösterreich in Form einer finanziellen Unterstützung für den Einsatz erneuerbarer Energien gefördert, muss in den ersten fünf Jahren nach dem Bau oder Umbau der Energieverbrauch detailliert festgehalten werden. Diese Energiebuchhaltung muss der Förderstelle unaufgefordert vorgelegt werden.

Welche Höhe kann die Wohnbauförderung in Niederösterreich haben?

Mit Einführung der neuen Förderung im Jahr 2015 wurde die Einkommensgrenze um 5.000 Euro auf 40.000 Euro angehoben. Paare haben bis zu einem gemeinsamen Jahresnettoeinkommen von 60.000 Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Land Niederösterreich. Die Höhe der Förderung hängt davon ab, wie groß die Wohnfläche ist, wie viele Personen in dem Haushalt leben werden, wie viele Kinder vorhanden sind usw.

Auch die Förderung des jungen Wohnens auf größerer Fläche für Menschen unter 35 Jahre wird mit einer Förderung von einmaligen 4.000 Euro beibehalten, ebenso wie die schnellere Bearbeitung der Anträge, durch die direkt nach der Bewilligung mit dem Bau begonnen werden kann. Im Allgemeinen haben sich die Maßnahmen von 2015 sehr gut bewährt, weshalb sie in Zukunft beibehalten werden.

Die Wohnbauförderung für eine Jungfamilie in Niederösterreich

Die Förderung des „jungen Wohnens“ kommt insbesondere Jungfamilien zugute. Die Familienförderung ist eine Ergänzung zur Wohnbauförderung. Diese Förderung kann bis zum Moment der Fertigstellung beantragt werden, d.h. der Neubau kann schon stehen und wäre damit nachträglich eine finanzielle Erleichterung. Eine Voraussetzung für die Förderung ist, dass mindestens ein Kind vorhanden ist und mindestens ein Lebenspartner unter 35 Jahre alt ist. Handelt es sich um einen Single mit Kind, beträgt die Förderung 4.000 Euro. Bei zwei Elternteilen und einem Kind sind es 8.000 Euro, für das zweite Kind gibt es 10.000 Euro und für das dritte 12.000 Euro.

Wieso sich eine vorzeitige Rückzahlung der Wohnbauförderung lohnen kann

Bei Wohnbauförderungen ist es für gewöhnlich möglich, die offenen Raten vorzeitig zurückzuzahlen. Insgesamt sind bis zu 40 % Nachlass dabei möglich. Eine vorzeitige Rückzahlung ist aber meist erst nach einer bestimmten Laufzeit, in der Regel frühestens nach fünf Jahren, möglich. Der Vorteil einer vorzeitigen Rückzahlung liegt auf der Hand: Der Eigentümer ist schneller schuldenfrei, die Bank wird aus dem Grundbuch gestrichen und der ehemalige Kreditnehmer hat damit wieder eine bessere Bonität und mehr Sicherheiten. Allerdings kann die vorzeitige Rückzahlung mit Gebühren verbunden sein. Wie die Vorab-Tilgung genau geregelt ist und inwiefern sie überhaupt möglich ist, ist Verhandlungssache und muss mit der Bank geklärt werden, bei der der Kredit aufgenommen wird. Allerdings ist auch zu empfehlen, sich vorab beim Konsumentenschutz über die üblichen Möglichkeiten zu informieren.

Leistbares Wohnen auf kleinem Raum in Niederösterreich

In Niederösterreich ist in den vergangenen Jahren der Anteil an Singlehaushalten um ca. fünf Prozent gestiegen. Dieser Trend wird auch heuer weiter anhalten. Deshalb ergreift das Bundesland besondere Maßnahmen, um auch diese Zielgruppe mit einer Wohnbauförderung unterstützen zu können. Wer kleinere Bauprojekte plant, kann in Niederösterreich eine Finanzspritze bei der Landesregierung beantragen. Hierzu zählen Wohnhausanlagen mit bis zu zwölf Wohneinheiten und der Ausbau von Dachböden.

Österreichweite Maßnahmen zu leistbarem Wohnen

In Zukunft soll die Wohnbauförderung in ganz Österreich intensiviert werden. Der Plan ist die Gründung einer eigenen Wohnbauinvestitionsbank WBIB, die günstige Darlehen von der Europäischen Investitionsbank bekommt und damit dann gemeinnützige Bauvorhaben in Österreich unterstützt. Damit sollen sowohl Neubauten als auch Sanierungsmaßnahmen angekurbelt werden und pro Jahr zusätzlich mindestens 6.000 neue geförderte Mietwohnungen und Eigentumswohnungen gebaut werden.