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Sanierungsförderung

Staatliche Förderungen nutzen

Spätestens nach 20 Jahren muss jedes Haus saniert werden. Durch die vielen Varianten der Sanierungsförderungen in Österreich können die Ausgaben dafür aber deutlich reduziert werden.

Welche thermischen Sanierungen werden gefördert?

Die thermische Sanierungsförderung ist die am häufigsten beantragte Sanierungsform in Österreich. Heuer wurde sie mit 80 Millionen Euro von der Bundesregierung bezuschusst, für das kommende Jahr steht die Höhe des Betrages noch nicht fest. Geplant ist die Förderung bis 2016, aufgrund der hohen Nachfrage ist aber eine Verlängerung zu erwarten. Das Ziel dieser Sanierungsoffensive ist eine Senkung des CO2-Ausstoßes und ein nachhaltiges Wohnen.

Diese Sanierungsmaßnahmen werden gefördert:

  • Solaranlagen
  • Verwendung ökologischer Baustoffe
  • Dämmung von Außenwänden, Dächern und Kellerböden
  • Sanierung von Fenstern und Außentüren
  • Tausch von Heizungen
  • Beschattungssysteme, die den Kühlbedarf des Gebäudes senken
     

Wie viel kostet eine Sanierung?

Die Kosten für eine Sanierung hängen vom Aufwand ab. Für die Dämmung der Fassade muss mit 80 bis 180 Euro pro m² gerechnet werden. Diese Sanierungsmaßnahme ist die teuerste. Relativ günstig ist die Dämmung des Kellers mit ungefähr 40 Euro pro m², gefolgt von der Dämmung der Innenwände mit etwa 60 Euro.
 

Wie hoch ist die Sanierungsförderung?

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Für das Erstellen eines Energieausweises werden bis zu 300 Euro Förderung ausbezahlt. Die Kosten  richten sich nach der zu ergreifenden Maßnahme und der Größe der Immobilie. Für einen Sanierungsscheck für einen Heizungstausch müssen mindestens 300 Euro bezahlt werden, der Scheck für eine thermische Sanierung kann bis zu 1.348 Euro kosten.

Bei einer Sanierung werden bis zu 30 % der zu erwartenden Kosten gefördert, maximal werden 6.000 Euro für thermische Sanierungen und 2.000 Euro für die Umstellung des Heizungssystems bezuschusst. Wenn Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden, kommen nochmals bis zu 500 Euro dazu.

Neben der thermischen Sanierungsförderung gibt es noch weitere Förderungen, beispielsweise für den Einbau von Biomasseheizanlagen, die Verwendung von Öko-Strom oder Photovoltaik-Anlagen oder einen Fernwärmeanschluss. Die Förderungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, im Schnitt betragen sie aber mindestens 10 % von der Investitionssumme jedoch maximal 5.000 Euro. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz werden mit bis zu 25 % oder maximal 18.750 Euro bezuschusst.
 

Was sind die Voraussetzungen für eine Genehmigung?

  • Alter des Gebäudes: Um eine Förderung für die Sanierung zu erhalten, muss das Gebäude mindestens 20 Jahre alt sein. Unbedingt zu beachten ist, dass der Antrag vor dem Baubeginn bei einer der vier österreichischen Bausparkassen eingereicht wird. Nachdem Sanierungen häufig mithilfe eines Baukredites finanziert werden, kann der Antrag im Zuge einer Finanzierungsberatung beantragt werden bzw. weisen gute Bankbereiter von sich aus auf die Möglichkeit einer Sanierungsförderung hin.

  • Energiesparausweis: Eine weitere Voraussetzung für die Förderung ist das Vorhandensein oder Erstellen eines Energiesparausweises sowie das Einholen von Angeboten für die Sanierung. Erst nach dem Erhalt einer Förderbestätigung kann mit dem Bau begonnen werden, etwa acht Wochen später erfolgt eine rechtlich verbindliche Zusage. Nach Abschluss der Baumaßnahmen müssen die dafür fällig gewordenen Rechnungen beim Energieausweisaussteller eingereicht werden. Erst dann wird die Förderung ausgezahlt.

  • Termin: Mit der Bestätigung geht der Bauherr die Verpflichtung ein, sich an einen bestimmten Termin, bis zu dem die Maßnahmen umgesetzt sein müssen, zu halten.