Bausparförderung

Möglichkeiten der Förderung

Anders als bei klassischen Sparbüchern kommt zu den Bankzinsen noch die staatliche Bausparförderung hinzu. Damit diese aber auch ausgezahlt werden kann, muss der Sparer sich an einige Bedingungen halten.

Wie hoch ist die Bausparförderung in Österreich?

Die Höhe der Förderung wird jedes Jahr aufs Neue vom Finanzministerium festgelegt. Sie liegt zwischen 1,5 und 4 %. Seit 2013 ist sie mit 1,5 % auf dem Tiefststand angekommen, noch vor 6 Jahren betrug sie 4 %. Trotzdem ist die Bausparförderung attraktiv geblieben. Nicht zuletzt deshalb, weil sie von der KESt befreit ist, die in Österreich stolze 25 % ausmacht.

Außerdem wurde 2008 die Summe, die pro Jahr gefördert werden kann, von 1.000 Euro auf 1.200 Euro erhöht.

Werden pro Jahr 1.200 € eingezahlt, können so nach sechs Jahren Laufzeit mindestens 108 und maximal 258 Euro dazugewonnen werden. Das mag auf den ersten Blick nicht viel sein, doch wenn mehrere Bausparverträge abgeschlossen wurden und auch der Partner einen Bausparer mit Förderung besitzt, sind die Konditionen beim anschließenden Bauspardarlehen unschlagbar und so günstig wie bei keiner anderen Finanzierung durch Fremdkapital.

Konditionen für eine Bausparförderung

Dass die Bausparförderung ausgezahlt wird, ist mit einigen Bedingungen verknüpft. Zunächst einmal muss die Laufzeit von sechs Jahren eingehalten werden. Erst nach Ablauf dieser Frist hat der Sparer einen Anspruch auf die volle Auszahlung der Förderung. Ist der Vertrag ausgelaufen, kann der Bausparer frei über das Geld inklusive Förderung verfügen, d.h. er muss es nicht für einen Bau oder den Kauf einer Immobilie verwenden.

Sollte der Vertrag vorzeitig aufgelöst werden müssen, gibt es noch eine Chance, um die Bausparförderung trotzdem zu erhalten, nämlich dann, wenn das Ersparte zweckgewidmet verwendet wird. Das ist dann der Fall, wenn eine Immobilie gekauft oder saniert wird oder mit dem Bau früher begonnen wird.

Wer kann einen Bausparvertrag abschließen?

Um von der Bausparprämie profitieren zu können, muss nicht ein Bauvorhaben geplant sein. Jede natürliche Person, die ihren Hauptwohnsitz in Österreich hat, kann einen Bausparvertrag abschließen. Auch minderjährige Personen können bereits Bausparer sein, der Vertrag muss jedoch von einem gesetzlichen Vertreter unterzeichnet werden. Bausparer sind in Österreich beliebte Geschenke an Kinder und Enkel zur Volljährigkeit. Verfügt ein Jugendlicher ab 14 Jahren bereits über ein eigenes Einkommen, kann er auch selbst einen Vertrag unterzeichnen.

So hat sich das Bausparen in Österreich entwickelt

Während die Banken aufgrund der vielen Negativschlagzeilen der letzten Jahre um jeden Sparer kämpfen müssen, sind die vier österreichischen Bausparkassen nicht davon betroffen. Zwar gab es im vorigen Jahr einen Rückgang bei den Neuabschlüssen von ca. 3 %, dafür sind die Einlagen um mehr als 1,5 % gestiegen. Mit ca. 5 Millionen Bausparverträgen ist dieses Sparmodell in Österreich am beliebtesten.

Für die nahe Zukunft ist keine großartige Veränderung der Bausparprämie zu erwarten, doch angesichts des sinkenden Leitzinses ist wenigstens garantiert, dass er nicht unter die 1,5 %-Grenze fällt. Im Vergleich zu klassischen Sparbüchern, bei denen eine Verzinsung von weniger als 1 % nichts Außergewöhnliches mehr ist, steigt der Bausparer in seiner Attraktivität.