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Förderung für den Wohnbau in Österreich

Welche Förderungen kommen für Ihre Immobilie infrage?

Die Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat dazu geführt, dass das Bedürfnis der Österreicher nach handfesten Sicherheiten spürbar gestiegen ist. Das Ersparte wird in relativ wertbeständigen Immobilien und Grundstücke angelegt. Das starke Angebot an Fördermöglichkeiten in Österreich macht die Investition in eine Immobilie zusätzlich attraktiv.

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Keine Krise auf dem Immobilienmarkt

Ca. 60 Prozent der Österreicher besitzen mindestens eine Immobile oder ein Grundstück. Innerhalb von drei Jahren ist der Anteil an Eigentümern in der Bevölkerung um acht Prozent gestiegen, mit weiterhin steigender Tendenz. Dabei ist das Wohnen in den eigenen vier Wänden immer noch die Hauptmotivation für den Immobilienkauf oder -bau, für fast ein Drittel der Besitzer ist die Immobilie aber in erster Linie eine Wertanlage.

Die Bundesländer als wichtigste Vergabestelle

Die Anzahl an staatlichen Förderungen ist relativ begrenzt, auch wenn die Ausschüttungen recht großzügig sind. Auf Landesebene sieht es deutlich besser aus: Für die Vergabe der Wohnbauförderung mit all ihren Spezialbereichen wie Eigenheim, Wohnhaussanierung, Jungfamilienförderung usw. sind die einzelnen Bundesländer bzw. die Ämter der Landesregierungen zuständig. Die Auswahlkriterien und die Höhe der Förderungen ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Förderung Vergabestelle Interessant für

Photovoltaik-Anlagen

österreichischer Klima- und Energiefonds

natürliche und juristische Personen mit Neubauten oder einem geplanten Wechsel der Energiequelle

Holzheizungen

 

österreichischer Klima- und Energiefonds

private Haushalte

Solaranlagen

österreichischer Klima- und Energiefonds

private Haushalte

Sanierungsscheck

österreichische Bausparkassen bzw. Kommunalkredit Public Consulting GmbH   

Privatpersonen, die bereits eine Immobilie besitzen oder eine sanierungsbedürftige Immobilie kaufen möchten

Bauspardarlehen

österreichische Bausparkassen

Privatpersonen mit Bau- oder Kaufvorhaben

Eigenheimförderung

Ämter der Landesregierungen

Privatpersonen

Jungfamilienförderungen

Ämter der Landesregierungen

Personen unter 35 Jahren mit Kind

Wohnhaussanierung

Ämter der Landesregierungen

Hauseigentümer, Wohnungseigentümer, Mieter

Wohnbeihilfe

Ämter der Landesregierungen

Privatpersonen mit geringem Einkommen

Sanierungsförderung

Ämter der Landesregierungen

thermische Sanierungen, Photovoltaik, Solaranlagen, Feuchtigkeitsschutz, Erneuerung von Wärmebereitstellungsanlagen

Kaufförderung Mietkaufwohnung

Ämter der Landesregierungen

Mieter einer geförderten Mietwohnung mit geringem Einkommen

Grundsteuerbefreiung

Finanzamt

Personen, die eine Wohnung errichten bzw. kaufen möchten

Bausparen als beliebteste staatliche Förderung

Etwa 60 Prozent aller Österreicher haben einen Bausparvertrag. Besonders jetzt, wo der Leitzins so niedrig wie noch nie ist, hat das Bausparen an Attraktivität gewonnen, da zusätzlich zu den Sparzinsen eine staatliche Förderung von bis zu 1.200 Euro pro Jahr möglich ist. Seit einigen Jahren liegt die Prämie bei 1,5 Prozent, sie kann aber in Zukunft wieder auf bis zu 4 Prozent ansteigen. Nach Ablauf der auf sechs Jahre befristeten Laufzeit kann der Sparer so bis zu 7.200 Euro an Förderung in Anspruch nehmen. Nach dem Auslaufen des Vertrages ist er nicht an die Verwendung für ein bestimmtes Bau- oder Kaufvorhaben gebunden. Will der Vertragsnehmer das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen, das ihm durch die vorangegangene Sparphase in Aussicht steht, ist dies jedoch zweckgebunden. Ein Bausparvertrag kann bei den österreichischen Bausparkassen abgeschlossen werden.  

Der Sanierungsscheck – So wird die thermische Sanierung gefördert

Auch für den Sanierungsscheck sind die österreichischen Bausparkassen die Anlaufstelle. Die staatliche Förderung wird für die Dämmung von Außenwänden, Geschoßdecken, Dächern und Kellerböden sowie für den Austausch von Fenstern vergeben. Der Sanierungsscheck gilt für Einfamilienhäuser, Zweifamilien- und Reihenhäuser und kann von Eigentümern, Mietern oder Bauberechtigten beantragt werden. Je nach Sanierungsumfang sind zwischen 3.000 Euro und 8.000 Euro an einmaliger Förderung möglich. Werden nachwachsende Rohstoffe, wie z.B. Baumwolle, Flachs, Holz oder Kork zum Dämmen verwendet, ist nochmals ein Zuschuss von bis zu 1.000 Euro möglich. Der Antrag ist vor der Durchführung der Maßnahmen zu stellen.

Der österreichische Klima- und Energiefonds als finanzielle Bauhilfe

Für private Häuslbauer gibt es heuer drei Fördertöpfe vom Klima- und Energiefonds, und zwar für Photovoltaik, Holzheizungen und Solaranlagen. Gefördert werden neu installierte Heizungen bzw. Energiequellen, durch die der Einsatz fossiler Brennstoffe nachweislich reduziert wird. Das dazugehörige Gebäude bzw. die bestehende Anlage muss mindestens 15 Jahre alt sein. Die Förderungen werden in Form von einmaligen Zuschüssen ausgeschüttet. Bei Holzheizungen liegen sie zwischen 500 und 2.000 Euro, bei Photovoltaik zwischen 275 und 375 Euro je kW für bis zu 5 kW und bei Solaranlagen zwischen 750 und 1.500 Euro. Die Anträge sind nach der Durchführung der Maßnahme zu stellen.

Die Wohnbauförderung in Österreich

Da die Wohnbauförderung Sache der Bundesländer ist, lassen sich keine allgemeinen Aussagen bezüglich der Höhe und der Kriterien treffen. Grundsätzlich kann jedoch angemerkt werden, dass die Wohnbauförderung viele Bereiche umfasst, wie z.B. den Bau und Kauf eines Eigenheims oder einer Wohnung, Sanierungen, Maßnahmen zum Einsatz erneuerbarer Energien, energiesparsame Bauweisen, Wohnraumschaffung, barrierefreies Wohnen und einige mehr. Für den Häuslbauer bedeutet das, dass er sich genau darüber informieren muss, welche Förderungen in seinem Bundesland möglich sind. Dabei kann es durchaus sein, dass die Förderprogramme sich ändern bzw. zeitlich begrenzt sind. Deshalb gilt es, sich rechtzeitig zu erkundigen und die Fristen zu beachten. Ein Gespräch mit einem Energieberater oder der Hausbank, bei der zwecks Finanzierung ein Kredit aufgenommen werden soll, kann dafür sorgen, dass alle möglichen Fördertöpfe ausgeschöpft werden.

Die Wohnbauförderung in den österreichischen Bundesländern im Vergleich

Wohnbauförderung in Vorarlberg

Für eine Neubauförderung beträgt die Einkommensgrenze bei Singlehaushalten 3.000 Euro pro Monat bzw. bei Mehrpersonenhaushalten 5.300 Euro. Kindergeld wird bis zu einer Höhe von 800 Euro nicht berücksichtigt. Die Förderung liegt zwischen 380 Euro pro Quadratmeter für Eigenheime und bis zu 830 Euro pro Quadratmeter für Zubauten, Umbauten und Wohnungserweiterungen. Der Kinderbonus beträgt je Kind 50 € und ab drei Kindern je 75 Euro. Eine Verbesserung des Heizwärmebedarfs, des Primärenergiebedarfs oder die Senkung von CO2-Emissionen wird mit bis zu 120 Euro bezuschusst. Daneben gibt es noch einen Umweltbonus zwischen 20 und 120 Euro für Holzfassaden, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe oder PVC-freie Fenster und die Verbesserung des OI3-Index.

Wohnbauförderung in Tirol

Bei den Förderungen in Tirol handelt es sich in erster Linie um günstige Kredite. Vom Land kann eine nicht zurückzuzahlende Förderung in Form eines Wohnbauchecks mit einem Fixbetrag von 12.950 Euro in Anspruch genommen werden, oder auch ein Kredit mit einem Fixbetrag von 37.000 Euro. Für eine verdichtete Bauweise werden z.B. abhängig vom Energieverbrauch Kredite mit einem Fixbetrag zwischen 600 und 1.020 Euro je Quadratmeter möglich. Daneben gibt es noch attraktive Zusatzförderungen, etwa für die Verbesserung des Heizwärmebedarfs, die Verwendung von Biomasseheizungen, einen Fernwärmeanschluss bzw. eine Wärmepumpe, eine ökologisch vorteilhafte Bauweise und einige mehr. Die Förderungswürdigkeit einer Immobilie wird anhand eines Punktesystems ermittelt. Je besser die zu erwartenden Werte und je nachhaltiger die Maßnahmen, umso höher die Punktzahl. Die Einkommensgrenzen für eine Förderung liegen zwischen 2.700 Euro pro Monat für eine Person und 5.200 Euro für vier Personen. Bei jeder weiteren Person erhöht sich die Grenze um je 350 Euro.

Wohnbauförderung in Salzburg

In Salzburg wird die Errichtung einer Immobilie mit 400 Euro je Quadratmeter gefördert. Kinderreiche Familien erhalten außerdem einen Zuschuss von 100 Euro, auch barrierefreies Bauen oder energieökologische Maßnahmen werden mit weiteren fünf Euro je Quadratmeter gefördert. Für den Kauf gibt es die Aussicht auf eine Förderung in Höhe von 450 Euro. Allgemein beträgt der Zuschuss maximal das 1,5-fache des Grundfördersatzes. Sanierungen werden mit bis zu 20 Prozent der Kosten gefördert. Unterstützt werden eine Verbesserung des Wärmeschutzes und Feuchtigkeitsschutzes, die Errichtung oder Erneuerung von Photovoltaik und Solaranlagen, Dachsanierungen, Badsanierungen oder auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Wohnbauförderung in Oberösterreich

In Oberösterreich liegen die Einkommensgrenzen bei 37.000 Euro pro Jahr für Singlehaushalte bzw. bei 55.000 für Zwei-Personen-Haushalte. Für jede weitere Person verschiebt sich die Grenze um 5.000 Euro nach oben. Gefördert werden die Errichtung von Eigenheimen oder zweiten Wohnungen in einer Immobilie, für die innerhalb der letzten zehn Jahre die Baubewilligung erteilt wurde. Förderungen werden in Form von Hypothekardarlehen der Oberösterreichischen Landesbank oder eines einmaligen, nicht zurückzuzahlenden Zuschusses in Höhe von sechs Prozent des Hypothekendarlehens ausgezahlt. Sind Kinder im Haushalt, steigert sich das Darlehen um 12.000 Euro, für barrierefreies Bauen gibt es 3.000 Euro mehr. Eine grundlegende Voraussetzung für die Förderung ist eine energiesparende Bauweise, die mit dem Energieausweis nachgewiesen werden muss.

Wohnbauförderung in Niederösterreich

In Niederösterreich erfolgt die Eigenheimförderung in Form eines Darlehens des Landes. Die Immobilie muss dazu nachweislich energiesparsam betrieben werden können, z.B. durch den Einbau einer Solar- oder Photovoltaikanlage. Die Förderungswürdigkeit einer Immobilie wird anhand eines Punktesystems berechnet, wobei Hausform, Größe, A/V-Verhältnis, Energiekennzahl, Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, begrünte Dächer, eine ökologische Gartengestaltung usw. in die Berechnung einfließen. Insgesamt sind bis zu 30.000 Euro Fördersumme möglich. Die Grenzen für das Einkommen liegen bei 40.000 Euro pro Jahr für eine und 65.000 Euro für zwei Personen. Jede weitere Person hebt die Grenze um 8.000 Euro an.

Wohnbauförderung in Wien

Aufgrund des akuten Wohnraummangels konzentriert sich die Wohnbauförderung in Wien auf die Unterstützung von leistbarem Wohnen. Es werden insbesondere Eigenheime und Reihenhäuser, Mietwohnhäuser, Eigentumswohnhäuser, Dachgeschossausbauten und Kleingartenwohnhäuser gefördert. Für geförderten Wohnraum in Wien liegen die Einkommensgrenzen für ein Förderungsdarlehen für Privatpersonen zwischen 50.750 Euro pro Jahr bei einer Person und 95.550 Euro bei vier Personen. Für jede weitere Person werden 5.570 Euro zugelassen. Für Mietwohnungen liegt die Spanne für eine Förderung zwischen 31.087 Euro und 58.527 Euro, der Zuschlag beträgt 3.409 Euro. Um für die Förderung infrage zu kommen, müssen die Anforderungen des Klimaschutzprogramms der Stadt Wien erfüllt werden.

Wohnbauförderung in der Steiermark

In der Steiermark gibt es Fixbeträge als Förderung. Diese liegen zwischen 10.000 Euro und 12.000 Euro, 2.000 Euro zusätzlich gibt es jeweils für das Einhalten von Passivhausstandards, für Holzkonstruktionen, Eigenheime mit Siedlungsschwerpunkt oder in einer Berggemeinde und für Eigenheime, die in Gruppen errichtet werden. Allgemein ist der Nachweis der Energiesparsamkeit durch eine amtlich anerkannte Energieberatungsstelle Voraussetzung. Wird ein Darlehen aufgenommen, erhöht sich der Förderungsbetrag um das Fünffache, sofern mindestens eine zehn Jahre dauernde Laufzeit gilt. Die Einkommensobergrenzen sind 34.000 Euro pro Jahr für eine Person und 51.000 Euro für zwei Personen, jede weitere Person wird mit zusätzlichen 4.500 Euro berücksichtigt. Pro 900 Euro, um die die Grenze überschritten wird, wird die Förderung um 20 % verringert.

Wohnbauförderung in Kärnten

In Kärnten werden der mehrgeschossige Wohnbau mit Miet- oder Eigentumswohnungen, Eigenheime, der Ersterwerb von Wohnraum (Wohnbauscheck) und Wohnhaussanierungen gefördert. Außerdem gibt es einen Eigenmittelersatzkredit oder einen Wohnfonds mit Chance auf ein Fertigstellungsdarlehen. Für die Förderung von einem Eigenheim liegt das höchstzulässige Jahreseinkommen zwischen 34.000 Euro pro Jahr für Einzelpersonen und bis zu 60.000 Euro für einen Vier-Personen-Haushalt, für jede weitere Person werden 5.000 Euro eingeplant. Die Höhe der Wohnbauförderung hängt von der Hausform ab bzw. von der Größe der Außenfläche und der Nutzfläche, den Werten des Energieausweises und dem Heizwärmebedarf. Für Jungfamilien, bei denen beide Elternteile unter 35 Jahre alt sind, gibt es einen Zuschuss. Die Förderung gestaltet sich in Form von zinsbegünstigten Krediten oder von Annuitätenzuschüssen zu den Rückzahlungsraten. Die Höhe der Förderung liegt zwischen 470 Euro und 625 Euro je Quadratmeter.

Wohnbauförderung im Burgenland

Im Burgenland kann die Wohnbauförderung bis zu 70 Prozent der Gesamtbaukosten ausmachen. Je Quadratmeter Wohnnutzfläche werden 1.200 Euro für Neubauten und 1.000 Euro für Aufstockungen gewährt. Ein Neubaudarlehen oder Sanierungsdarlehen wird mit einem Grundbetrag von maximal 40.000 Euro bezuschusst. Für jedes Kind unter 16 Jahren wird ein Kindersteigerungsbetrag von 11.000 Euro geltend gemacht, daneben gibt es noch einen einkommensabhängigen Sozialzuschlag, der zwischen 3.700 Euro und 15.000 Euro ausmacht. Weitere Zuschüsse gibt es in Form von einem Ortskernzuschlag, einem Ökozuschlag oder für barrierefreies Bauen.

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