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Zinsrechner - Lohnt sich sparen?

Die besten Konditionen sichern

Über 10 % der Österreicher verfügen über ein Sparbuch, im internationalen Vergleich ist das ein Spitzenwert. Trotz aktuell niedrigem Leitzins halten sie an dieser Sparform fest, doch sie sind auch kritischer geworden.

Spareinlagen werden auf verschiedene Banken verteilt, bei besseren Konditionen wird die Bank auch schnell gewechselt. Mit einem Zinsrechner wird deutlich, dass es sich durchaus lohnt, öfter einmal die aktuellen Angebote miteinander zu vergleichen.  

Warum lohnt sich das Sparen weiterhin?

Der Leitzins ist mit 0,00 % so niedrig wie noch nie zuvor, und das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Der Grund dafür ist die Wirtschaftskrise, der Staat muss sparen, und das auf Kosten der Sparer. Während vor 10 Jahren 3 % Zinsen für das Sparen keine Seltenheit waren, ist heuer ein Sparmodell mit 1 % schon ein Glücksgriff. Doch auch dieser Prozent kann sich lohnen:

Bei einer Einlage von 20.000 € bekommt der Sparer im ersten Jahr 200 €. Im zweiten Jahr sind es mit Zinseszinsen 202 €, ein Jahr später 402 €. Das mag auf den ersten Blick nicht viel sein, nach 10 Jahren ist der Unterschied aber schon relevant. Das gilt vor allem auch in Hinblick darauf, dass ein allmähliches Erholen von der Wirtschaftskrise zu erwarten ist. Zwar werden sich die Zinsen nicht in den kommenden Jahren großartig verändern, aus langfristiger Sicht werden sie aber wieder steigen. Deshalb ist ein flexibler Zinssatz zu empfehlen, für das kurzfristige Sparen empfiehlt sich eine Bindung, da dann bessere Zinsen geboten werden.

Was ist bei der Wahl des Sparmodells zu beachten?

Um von möglichst hohen Zinseszinsen zu profitieren, sollte beim Abschluss eines Sparbuches geklärt werden, in welchen Intervallen die Zinsen ausgezahlt werden. Für gewöhnlich erfolgt dies nur einmal am Jahresende, bei besonderen Sparmodellen, wie z.B. einem Vermögenssparbuch, kann aber auch eine vierteljährliche oder halbjährliche Auszahlung möglich sein. In solchen Fällen profitiert der Sparer schon nach kurzer Zeit von den Zinseszinsen und das Ersparte vermehrt sich umso schneller.

Allerdings müssen bei der Zinsenrechnung auch die Gebühren für das Sparen, wie etwa die KESt, berücksichtigt werden, die den Zinsertrag und damit auch die Zinseszinsen schmälern. In Österreich sind das immerhin 25 % von den Zinsen, die Spareinlage ist davon nicht betroffen.

Mit einem Zinseszinsrechner das Endkapital berechnen

Je häufiger die Zinsen ausgeschüttet werden, umso schneller wird mit den Zinseszinsen das Sparen mit Guthaben belohnt. Deshalb sollten diese besonders bei hohen Beträgen nicht außer Acht gelassen werden. Das gilt vor allem in Hinsicht auf länger angelegte Sparprodukte, da ein Ansteigen der Zinsen und damit auch der Zinseszinsen zu erwarten ist. Aktuell ist der Zinsertrag nur sehr gering, aber das wird sich wieder ändern.

Wer das Anfangskapital mit dem zu erwartenden Zinseszins addiert, kann bei einem Vergleich eine genauere Vorstellung bekommen, wie viel Ertrag tatsächlich erzielt werden kann. Aber Vorsicht! Hier müssen neben den Zyklen der Zinsenauszahlung auch die Gebühren berücksichtigt werden.

Allgemein ist zu empfehlen, regelmäßig die Guthabenentwicklung zu überprüfen. Erscheint der aktuelle Zinssatz als zu niedrig, kann sich der Sparer nach anderen Sparmodellen oder Anlageformen umsehen, sofern das Sparbuch nicht gebunden ist.

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Was bedeutet ein möglicher Negativzins?

Für einen Zinsrechner und Zinseszinsrechner sind die aktuellen Zinsen sowie die zu erwartende Änderung relevant. Da die wirtschaftliche Lage Österreichs aber recht angespannt ist, können nur ungefähre Angaben gemacht werden. Viele Sparer befürchten sogar einen Negativzins wie in der Schweiz. Die österreichischen Banken haben heuer diesbezüglich aber Entwarnung gegeben. Sie versprechen, trotz der negativen Einlagezinsen der EZB keine „Strafzinsen“ zu verhängen.

Umgekehrt können Kreditnehmer aber auch nicht erwarten, von diesem Negativzins zu profitieren. Es wird nicht der Fall sein, dass ein Kredit mit Negativzinsen sogar noch belohnt wird und der Kreditnehmer mehr Geld bekommt, als er ausgeliehen hat.

Der Zinsrechner für einen Kredit bzw. ein Darlehen

Bankenrechner werden in erster Linie für die Berechnung der Zinsen bei der Inanspruchnahme eines Kredits verwendet. Spricht der Bankberater von Zinssätzen, ist dem zukünftigen Kreditnehmer oftmals nicht klar, um welche Beträge es tatsächlich geht. Zwei oder drei Prozent mögen beides nicht viel sein, bei einem Kredit über 100.000 Euro macht ein Prozent Unterschied aber schon viel aus. Deshalb sollten sich Konsumenten unbedingt mit einem Kreditrechner vor Augen führen, welche Differenzen das in Summe ausmacht.

Welcher Zinssatz ist bei einem Kreditrechner zu berücksichtigen?

Viele Kreditmodelle werden mit dem Sollzins beworben. Das kann irreführend sein, da es nicht der Zinssatz ist, den der Kreditnehmer zahlen muss. Zum Sollzins kommen noch separate Kosten, wie z.B. eine Bereitstellungsgebühr, eine Bearbeitungsgebühr, die Abgeltungssteuer usw. dazu. Im Effektivzins sind diese Mehrkosten bereits eingeplant. Bei der Zinsberechnung sollten deshalb immer die effektiven Zinsen miteinander verglichen werden.

Voraussetzungen für einen Darlehensrechner

Ein Darlehensrechner kann immer hilfreich sein. Bei den Ergebnissen muss jedoch berücksichtigt werden, dass vielfach auch Bauspardarlehen unter den Angeboten sind, die nicht sofort in Anspruch genommen werden können. Ihnen geht eine mindestens sechs Jahre währende Sparperiode bei einer der österreichischen Bausparkassen voraus. Wer keinen Bausparer hat und zeitnah investieren möchte, muss diese Kreditmodelle ausfiltern.

Bei der Darlehenssumme ist es außerdem eine Voraussetzung, dass der Kreditnehmer mindestens 20 Prozent vom Investitionsaufwand mit Eigenmitteln finanzieren kann. Ein höheres Darlehen wird so gut wie nie genehmigt, und wenn dann nur mit einer extrem hohen Verzinsung.

Mit dem Tilgungsrechner die Rückzahlung richtig planen

So wie ein Sparplan muss auch ein Entnahmeplan erstellt werden. Am besten wird das angesparte Geld auf ein Konto eingezahlt, von dem automatisch mit einem Dauerauftrag die Kreditraten abgebucht werden. Ohnehin ist vorab zu klären, ob die Spareinlagen die Ausgaben decken bzw. ob dann immer noch genug Geld für laufende Ausgaben vorhanden ist. Denn im Rahmen eines Baus oder Immobilienkaufs sind schließlich nicht nur die Kreditraten zurückzahlen, sondern es müssen auch die monatlichen Betriebskosten bezahlt werden. Bei Neubauten können diese im ersten Jahr deutlich höher sein als in den anschließenden Jahren, da das Haus erst auf Betriebstemperatur gebracht werden muss.