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Neubau oder Altbau kaufen

Vorteile und Nachteile abwägen

Fans von Altbauten kommen in Österreich voll auf ihre Kosten. Vor allem in den Städten gibt es ein großes Angebot an alten Immobilien. Für viele andere wiederum kommen nur neue Immobilien infrage. Beide Wohnvarianten haben ihre Vorteile und Nachteile.

Immobilien suchen in Österreich

Die Vorteile und Nachteile beim Erstbezug

Ein Erstbezug in einen Neubau ist immer ein schönes Gefühl, alles ist neu und unbenutzt. Wird die Immobilie während der Bauphase gekauft, kann sogar noch bei der Gestaltung der Räume mitentschieden werden.

Bei einem Neubau ist garantiert, dass die Heizungseinrichtungen, die Fenster und die Dämmung den aktuellen Standards entsprechen. Gemäß der Energieoffensive der Republik Österreich mit verpflichtendem Energieausweis ist die Wohnung oder das Haus möglichst energiesparsam gebaut.

Neubauten haben im Wiederverkauf einen höheren Wert als Altbauten und gelten bei den Banken als bessere Sicherheiten als Bestandsimmobilien, sofern es sich nicht um Fertighäuser handelt, die einen niedrigeren Verkaufswert haben.

Ein Nachteil von einem Neubau ist, dass sich vor allem in den ersten drei Jahren häufig noch Baumängel zeigen, wie z.B. Risse oder Feuchtigkeit in den Wänden. Das Haus hat sich sozusagen noch nicht gesetzt, oftmals sind Nacharbeiten notwendig. Außerdem werden Immobilien zum Erstbezug meist schon vor der Fertigstellung gekauft, was zu einer finanziellen Doppelbelastung führt.

Was sind die Vorteile und Nachteile von einer Bestandsimmobilie?

Bestandsimmobilien sind für gewöhnlich bezugsfertig, d.h. der neue Eigentümer kann direkt nach dem Kauf einziehen. Dadurch, dass sie schon bewohnt waren, sind sie bereits richtig klimatisiert und das Wohnen ist von Anfang an angenehm, die Leitungen müssen nicht erst auf Betriebstemperatur gebracht werden.

Wenn es sich um kürzlich sanierte Altbauten handelt, sind die Kosten für die Zukunft überschaubar, da die nächste Sanierung wie bei einem Neubau in weite Ferne gerückt ist. Ein sanierter Altbau bietet dieselbe Wohnqualität wie eine neue Immobilie, behält durch die alten Böden und die hohen Decken aber weiterhin seinen besonderen Charme. Ein nicht sanierter Altbau kann ein wahres Schnäppchen sein, wenn der neue Eigentümer viele der Arbeiten selbst übernimmt. Ist dies nicht der Fall, müssen ca. ein Drittel vom Kaufpreis für die Sanierungsarbeiten dazugerechnet werden. Je nach Lage kann der Altbau dann aber immer noch günstiger sein als ein Neubau.

Für die Zukunft muss jedoch bedacht werden, dass die Sanierungsmaßnahmen bei einer Bestandsimmobilie im Vergleich zu einer neuwertigen Immobilie aufwendiger und damit teurer sind. Auch Umbaumaßnahmen und Erweiterungen sind komplizierter und kostenintensiver. Allgemein sind die Instandhaltungsmaßnahmen bei einem Altbau aufwendiger.

Wer es gerne bequem und modern hat, sollte sich für den Erstbezug entscheiden, wer hingegen hohe Decken und den besonderen Charme alter Gemäuer liebt, wird in einem Altbau seinen Wohntraum finden.

Wie ist die Lage auf dem österreichischen Immobilienmarkt?

Während es sich in Wien bei fast 80 % der Immobilien um Altbauten handelt, weichen sie in den anderen Städten allmählich neuen Bauprojekten, sofern sie nicht unter Denkmalschutz stehen. Auf dem Land gibt es so gut wie keine Altbauten. Die Immobilienpreise für Altbauten sind in den letzten Jahren im Vergleich zu Neubauten deutlich schneller angestiegen, was vor allem daran liegt, dass die Sanierung sehr aufwendig ist. Diese Tendenz wird auch in Zukunft anhalten.