Schnell und unkompliziert Rendite ermitteln

Ob eine Geldanlage rentabel ist, lässt sich  mit einem Renditerechner ermitteln. Was dabei beachtet werden sollte, erfahren Sie hier.

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Wofür wird ein Renditerechner benötigt?

Der Anlagezins, mit dem verschiedene Anlagemodelle beworben werden, entspricht meist nicht dem Ertrag, der tatsächlich möglich ist. Dieser bezeichnet das Verhältnis der Auszahlungen zu den Einzahlungen und ist eine Kennzahl für den Erfolg einer Beteiligung. Was die Anlage wirklich abwirft, kann mit dem Rechner ermittelt werden. Er gibt den tatsächlichen Ertrag in Prozent und Euro an. Der Rechner ist eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob ein fester oder steigender Zinssatz die bessere Wahl ist, und wie sich Bonuszahlungen auswirken können.

Was kann mit einem Renditerechner ermittelt werden?

Mit dem Rechner kann die Rentabilität von Geldanlagen mit fixem oder steigendem Zinssatz, etwa von Festgeld, Tagesgeld, Sparbüchern oder Wachstumssparen, ermittelt werden. Auch für Lebensversicherungen, Fonds und Geldanlagen mit Bonus- oder Prämienzahlungen wie Bausparverträge lohnt sich der Renditenvergleich.

Was ist ein gutes Ergebnis?

Sparer können den Ertrag relativ leicht ermitteln, indem sie sich am effektiven Zinssatz orientieren, der bereits alle Nebenkosten beinhaltet. Bei Immobilienanlagen ist die Rechnung etwas komplizierter. Hier soll ermittelt werden, wie der Wert der Immobilie steigen wird. Die Rendite hängt von einigen äußeren Faktoren ab, wie etwa der Infrastruktur, der Verkehrsanbindung, dem baulichen Zustand oder der regionalen Entwicklung. Anhand dieser Faktoren muss für jedes Immobilienobjekt individuell eine Prognose bezüglich der Wertentwicklung gestellt werden.

Für Vermieter ist die Mietrendite relevant. Sie sagt aus, ob sich neben den Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten, der Abnutzung der Wohnräume und dem Risiko eines Mietausfalls das Vermieten lohnt. Die Vermietung von Immobilien gilt als eine der sichersten Anlageformen in Österreich. Der Rechner sollte jedoch ein Ergebnis von mindestens drei bis vier Prozent liefern, dass die Anlage erfolgversprechend ist. In begehrten Wohngegenden wie Wien, Innsbruck oder Salzburg sind vier bis fünf Prozent ein guter Wert.

Wie wird beim Vermieten der Ertrag berechnet?

Bei Mietobjekten wird zwischen Brutto- und Nettomietrendite unterschieden. Bei der Bruttomietrendite wird die jährliche Summe der monatlichen Kaltmieten mit dem Kaufpreis verglichen. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite, bei der nicht nur die einmaligen, sondern auch die laufenden Kosten wie Instandhaltungs- und Verwaltungskosten berücksichtigt werden.

Wie hilft der Renditerechner beim Finden einer Anlageform?

Um herauszufinden, was eine Anlage tatsächlich abwirft, müssen zuvor einige Entscheidungen getroffen werden. So sind ein Anlagebetrag oder Sparbetrag, das Zahlungsintervall, die Anlagedauer, der Zinssatz, die Anlageform und das Intervall der Ausschüttung der Zinsgutschrift zu berücksichtigen. Sehr zu empfehlen ist auch, eine mögliche Inflation sowie die Kapitalertragssteuer oder Einkommenssteuer einzukalkulieren. Die Kapitalertragssteuer beträgt in Österreich 27,5 Prozent, die Einkommenssteuer liegt je nach Steuertarif zwischen null und 55 Prozent.

Wie wird eine aussagekräftige Berechnung sichergestellt?

Bei den Ergebnissen, die ein Renditerechner liefert, wird von einem konstanten Zinssatz ausgegangen. Der Ertrag von Anlageformen mit variablen Zinsen, wie etwa Tagesgeld, können nur ungefähr berechnet werden. Gemäß den bisherigen Entwicklungen ist außerdem zu erwarten, dass sich die Inflationsrate mit den Jahren erhöht. Bei Immobilienanlagen ist der Anleger vor diesem Szenario am besten geschützt, da die Inflation durch die steigenden Mieten ausgeglichen wird. Im Vergleich zu Fonds oder ähnlichen Kapitalanlagen gelten Immobilienanlagen als risikoärmer und als gute Altersvorsorge. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass 2016 in Österreich die Spekulationsfrist abgeschafft wurde, das heißt dass der Ertrag aus einem Immobilienverkauf sofort steuerpflichtig ist.